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CD Besprechungen / Reviews
ASENBLUT - Aufbruch
Die Göttinger Band Asenblut liefert
mit ihrem Debütalbum "Aufbruch" eine solide mischung aus Death-
Black- Thrash und Pagan Metal.
Gesungen wird ausschließlich auf Deusch, behandelt wird sowohl die Nordische
Mythologie ("Gedanke und Erinnerung"), als auch tiefgründige
personenbezogene Texte(Heldenbürde) über naturverbundene Lyrics ("Herbssturm")
bis zu Druss die Legende, aus der Drenai-Saga.("Die Legende").
Bei der Abwechslung die die Band einem zu bieten hat, fällt es einem schwer die
Songs zu beschreiben.
Eröffnet wird das Album vom Nackenbrecher "Wolf", mit einem eiskaltem
Schrei zaubert der Fronter Tetzel dem Höhrer einen kalten Schauer über den Rücken.
Das Stück geht schleppend und etwas Episch voran und wird zwischen durch harte
Blastbeatpassagen in Schutt und Asche gelegt. Ein super Opener.
Weiter geht es mit "Gedanke und Erinnerung", thematisch setzen sich
Asenblut mit Hugin und Munin, den beiden Raben Odins auseinander.
Musikalisch wird das volle Brett aufgefahren, Thrash/BlackMetal gemixt mit
DeathMetal a la Amon Amarth steht an der Tagesordnung.
Untermalt wird das ganze mit einem mitreißendem Refrain. An den Vocals bekommt
Tetzel unterstützung von Morsan (Ivenberg, ex-Varg).
Der Song ist eines der Highlights des Albums.
Schleppend geht es weiter mit "Heldenbürde", eine Gelungene
Nackenbrechernummer die jeden zum Mitbangen bringt,
der Einfluß von Amon Amarth ist nicht zu überhören, allerdings bleibt die
Band eigendständig und schafft es, mit Tollen Solopassagen einen Supersong zu
schmieden.
Die Gitarrenarbeit von dem Leadgitarristen Klaus K. weißt viel Spielgefühl
auf, der einige tolle Soli abliefert.
Bei "Klingenschmiede" setzt die Band besonders viel auf Abwechlung,
von schleppend über knüppelig bis episch...alles ist vorhanden wonach ein
Extreme Metal-Jünger Herz strebt. Von Black über Death bis ThrashMetal.
Das Eröffnungsriff von "Herbststurm" klingt nach Technical Death
Metal, der Song bietet unglablich viel Abwechslung.
Die Band geht sehr technisch zur Sache, man hört einflüsse von Bands wie
Necrophagist.
"Die Legende" ist ebenfalls eine Schleppende Nummer mit einem Majestätischem
Refrain, der Song klingt wie eine progressivere Variante von Amon Amarth.
Der Refrain erinnert einen an "The Last with the Pagan Blood",
allerdings würden Amon Amarth nie im Leben so viel Abwechslung in einen Song
packen.
Die Soloarbeit überzeugt auf voller Länge!
"Ein Monument" fängt an mit einem Bassriff, und geht nach einer
kurzen Thrashpassage in ein göttliches Cleangezupfe über, unterlegt mit
Tetzels Geflüster.
Der song ist höllisch abwechslungsreich, man bekommt fast alle Spielarten
extremen Metals zu hören und wird von dem Song überrannt.
Ähnlich geht es bei "Kampfruf", der Song fängt mit Blastbeats an und
gallopiert über thrash, black und death metal.
Die Bandhymne "Asenblut" geht schleppend zur Sache, der Refrain überzeugt
und das Outro glänzt nur so vor Epischen Melodien!
Der Song wird von einem Schlachtgetümmel unterbrochen und kurz darauf geht es
wieder in die Schlacht! Episch!
Der Schlagzeuger Balrogh überzeugt auf ganzer Linie mit präziser
Schlagwerkkunst.
Der Letzte Song "Des Verräters Untergang" beendet das Album in einem
epischem Ausmaße, es gibt alle Elemente der Band zu hören,
Thematisch behandelt der Song den Wechsel der Religion, dabei wurde das
Heidentum durch Christentum ersetzt, was in diesem Song als Verrat dargestellt
wird.
FAZIT:
Ein durchaus gelungenes Album der Göttinger umfasst einen haufen von Genrés.
Die Kompositionen überzeugen auf ganzer Linie, obwohl Einflüsse zu Bands wie
Amon Amarth, Riger usw. nicht zu leugnen sind.
Die CD kommt mit einem 16seitigem, super gestaltetem Booklet.
Die Produktion ist glasklar und druckvoll, eben so wie ein Metalalbum produziert
werden soll.
Wer auf sehr geilen abwechlungsreichen Metal steht soll hier zugreifen.
Fans vom Viking&Pagan Meta werden auf ganzer Reihe begeistert sein, das
Album gehört zu denen, die man sich öfters durchhören muss bevor die sich
einem Völlig offenbahren.
Das mach Appettit auf mehr
10/10 Punkten - metalpresse.de
(Ivan)
Asenblut - Aufbruch
Mit ASENBLUT kommt eine frische Band
in die Szene, die hier mit "Aufbruch" die erste CD veröffentlicht. Um
nicht wie "alle" Bands im Pagan Sektor zu klingen, kreuzt man die
hymnischeren Pagan Strukturen mit hartem Thrash Metal, so dass ein
abwechslungsreiches Werk dabei rausgekommen ist, das manchmal aber auch etwas
durcheinander wirkt. Mit deutschen Texten im Bereich der Nordisch/Germanischen
Mythologie, die gegrunzt oder auch leicht schreiend rübergebracht werden, erhält
die Musik ihren Pagan Stempel. Vergleiche mit RIGER halte ich hier nicht für
abwegig, allerdings sind ASENBLUT durch die thrashigere Note stlistisch etwas
anders orientiert.
Was bleibt ist ein recht gutes Debüt, über dessen Stil sich die Szenegeister
sicher streiten werden. Wer deutsche Pagan Metal Bands des Öfteren hört,
sollte durchaus aber auch bei ASENBLUT auf der MySpace Seite vorbeischauen:
www.myspace.com/asenblut (eller)
Quelle: Amboss
Magazin
Asenblut - Aufbruch
MEGADETH vs. RIGER. Der Kampf ist
nicht entschieden, das Potential nicht ausgereizt.
Die Asatru Klangwerke haben sich zu einem richtig guten Label für härteren Pagan Sound entwickelt. Nach verschiedenen Releases dieses Jahr – erwähnenswert
ist dabei beispielsweise SKADY – kommt mit der Göttinger Band ASENBLUT die nächste
Pagan Band in die Läden. Das Album nennt sich passenderweise
"Aufbruch" und stellt das Debut der im Jahre 2006 gegründeten Horde
dar. Nach dem Demo 2008 erwarten den Freund härterer Pagan-Klänge zehn Songs
zwischen Thrash, Black und Pagan Metal.
Das interessante an ASENBLUT ist mit Sicherheit die Variabilität zwischen
klassischen Metal-Riffs und -Leads auf der einen Seite und dem Hang zu Pagan-
und Black-Eskapaden auf der anderen Seite. Das liegt im Line-Up der Band begründet:
Die beiden Gitarristen stehen sich ihrer musikalischen Herkunft entsprechend
gegenüber und lassen ihre Äxte in epsichen Duellen aufheulen. Während Dirk
durchaus das ein oder andere MEGADETH-Riff und MAIDEN-Lead auspackt, bedient
sich Tetzel eher mit Zitaten von den klassischen Vertretern der Pagan-Szene wie
RIGER oder Konsorten. Die Mischung, die daraus resultiert, klingt frisch und
bewegt sich mit rasanter Geschwindigkeit in Richtung "abgehen, bittesehr".
Mit einer ausgezeichneten Produktion hat sich die Band einen echten Gefallen
getan, denn der Sound kommt differenziert und dennoch urwüchsig aus den Boxen.
Thematisch bedient sich die Band klassischer Klischees, seien es Wald und
Wiesen, heidnische Bräuche, Kämpfe, Krieger oder die Asen. Förmlich sieht man
die Checkliste in den Händen des Songwriters, der die wichtigsten Themen nach
und nach abarbeitet und in deutsche Texte verpackt. Standard erreicht, mehr aber
leider auch nicht. Der Härtegrad der Platte ist erfreulicherweise durchgehend
hoch, wer Polka-Gehopse oder massive Folk-Wände sucht, sollte sich etwas
anderes greifen.
Fazit: Mal groovend, mal rasend, kreieren ASENBLUT ihren
"Aufbruch" zwar durchaus abwechslungsreich, in der Summe aber zu wenig
reißerisch und in Teilen noch zu wenig ausgegoren. Dem Gehörten haftet oft der
Makel des "ach, das kenn ich doch schon" an, was die Platte auf Dauer
sicher nicht allzu häufig in den Player bringt. Nichtsdestotrotz ist
"Aufbruch" eben nicht viel weniger als ein Aufbruch, der mit den
folgenden Werken gerne ausgebaut werden kann. Denn Potential ist gerade durch
die ambivalenten Hörgewohnheiten und Einflüsse vorhanden. Denn dieser Vorteil
stellt die Band über einen Großteil der Vertreter dieser mittlerweile oftmals
erschreckend einfallslosen Szene. Ich setze auf die nächste Runde und halte
deshalb meine Chips noch zurück.
Anspieltipps: Wolf, Ein Monument
Note: 7.0 / 10 powermetal.de
Asenblut - Aufbruch
Ihr kennt das sicher auch… Man
geht auf ein Underground-Konzert, trinkt genüsslich sein Bier, lässt sich
alles um die Ohren hauen was die Szene zu bieten hat und geht rotzevoll , aber
mit leuchtenden Augen aus dem Laden, weil man eine neue geile Band kennen
gelernt hat. Genau so ging es mir vor rund einem Jahr mit den vier Jüngern von
Asenblut! Und dieses Jahr servieren uns die Herren ihr erstes Album:
Hält man das neue Langeisen namens "Aufbruch" in den Händen, wird
eines sofort klar: die Jungs haben an Professionalität zugelegt. Das Booklet
macht ordentlich was her, ist gut lesbar und mit Bildern jedes Bandmitglieds
versehen. Da steckt viel Arbeit drin, also so wie sich das gehört! Ruckzuck die
CD ins Laufwerk geprügelt und schon startet der Opener "Wolf"! Es
wird also mit einem Demo-Song in neuer Gestalt losgelegt. Wer die Demo kennt,
merkt sofort die kleinen aber feinen Unterschiede. Hier wird technischer
gespielt und die Weiterentwicklung der Band wird deutlich. Meiner Meinung nach
hat der Song aber etwas an „Gefühl“ verloren, da der Sound nicht mehr ganz
so rau und ungeschliffen wirkt. Trotzdem treibt er schön stakkatohaft voran,
mit einem coolen Solo hier und ein paar heftigen Blastparts dort! Kaum zu Ende
startet auch schon der zweite Track: "Gedanke & Erinnerung". Nun
geht’s ans Eingemachte… der erste neue Song! Am Anfang eher thrashig und mit
einigen Growls gespickt, schwenkt der Song ins Schwarzmetallische über. Geile
Riffs, im Wechsel mit passenden Screams und Growls unterlegt, sorgen für gute
Stimmung vor den Boxen. Von Midtempoparts bis zu Gitarrengefrickel wird so
einiges geboten. "Heldenbürde" setzt die Tracklist fort und ich muss
sagen, ich bin ziemlich erstaunt was nun kommt: ein Lied im Stile von AMON
AMARTH! Man könnte meinen, Johan Hegg blökt einem was von der alten „Once
Sent From The Golden Hall“ vor! Doch Asenblut haben auch für sie typische,
passende Elemente eingebaut und abgerundet mit einem schönen Solo im Stile des
hohen Nordens ist dieser Song ein Anspieltipp. Weiter geht’s mit einem neu
aufgenommenen Song der Demo: "Klingenschmiede". Aggressiv aber mit
groovigen Riffs tastet sich der Song voran und wirkt genau wie
"Kampfruf" viel professioneller eingespielt. Tetzel’s Growls kommen
von ganz unten und verbinden das langsam Brutale mit dem schnellen Geschepper
des Tracks. Das nächste Lied ist "Herbststurm". Eher etwas thrashiger
gehalten und mit Blastparts versehen, ist der Song mal schneller und mal
langsamer… aber seinen Vorgängern kann er nicht das Wasser reichen. Halbzeit
meine Freunde! Doch mit "Die Legende" geht’s weiter. Wieder mit
einem Amon Amarth-artigen Part versehen und ordentlichem Gefrickel ausstaffiert,
endet der Song genüsslich und geht fast lückenlos zum siebenten Song "Ein
Monument" über. Dieser beginnt viel ruhiger und wird wilder und wilder.
Feinkost für BELPHEGOR-Fans, vermischt mit Akustikklängen und flüsterndem
Gesang. "Kampfruf" gibt dann wieder richtig Gas! Das ist der Song, der
noch am authentischsten im Vergleich zur Demo rüber kommt! Ein wahrer Kampfruf,
rau und aggressiv! Mattenschwinger aufgepasst: das ist und bleibt ein Meisterstück.
Schwungvoll wie im Review zur Demo gesagt… eine Perle der rauen Musik!
"Asenblut", legt auch sofort voll los: eingängige Riffs und der im
Schlachtengesang vorgetragene Bandname geben dem Song eine klasse Dynamik. Ich
bin der Meinung, dieser Song repräsentiert die Band und das nicht nur aufgrund
des Namens… es ist die melodiöse Wut, die in ihm steckt! Tja, und nun sind
wir auch schon am Ende angelangt… "Von des Verraeters Untergang" ist
der letzte Teil des neuen Liedguts. Die Melodie sowie der abgehakte Tackt
stimmen die Lauschlappen zufrieden, doch nach "Asenblut" kommt der
Song etwas schwachbrüstiger daher. Aber die öfters auftretende coole
Melodielinie sorgt für einen gediegenen Abgang des letzten Songs. Aber halt…
war da nicht noch was?! Richtig! Als Leckerli gibt es zum Schluss noch einmal
die 3 originalen Demo-Songs, was besonders die Fans freuen wird, die keine Demo
mehr abgreifen konnten.
Fazit: Asenblut haben sich definitiv weiterentwickelt! Der Sound der Band gibt
größtenteils mehr her und stimmtechnisch wurde ebenfalls an sich gearbeitet.
Auch die Gitarrenriffs sollten hier erwähnt werden, da auf diese doch ein
besonderes Augenmerk gelegt wurde. Man merkt, dass viel Arbeit und Herzblut in
diesem ersten Album der Band steckt. Nichts destotrotz haben die Demosongs mehr
Charme gehabt, da sie undergroundiger klangen – das ist aber Geschmackssache.
Das soll auch nicht heißen das Asenblut nach diesem Album nicht mehr
Underground sind… im Gegenteil… die Jungs haben noch einen weiten Weg vor
sich! Doch mit „Aufbruch“ ist ihnen ein großer Sprung nach vorne gelungen!
8/10 Punkte - hell-is-open.de
Asenblut – Aufbruch
Die aus Göttingen stammenden Asenblut bieten auf ihrem Debüt eine Mixtur aus
Death und Thrash Metal mit dezenten Pagan Einsprengseln.
Das Material,das sich auf „Aufbruch“ befindet ist durchaus ansprechend und
wird mit jedem Hördurchlauf besser.
In einer Gesamtspielzeit von knappen 43 Minuten, bekommt man 10 Stücke feinsten
deutschen Metal um die Lauscher gefeuert. Die Lieder sind zum Großteil im
Midtempo Bereich angesiedelt und erinnern nicht selten an Amon Amarth,
allerdings sollte das jetzt nicht falsch verstanden werden, denn das würde der
Band nicht gerecht. Die Band hat viel Wert auf Abwechslung gelegt und die Stücke
mit vielen Details gespickt. Zum einen wird auf rhythmisch Thrashiges Riffing
gesetzt und die Gitarrenleads haben einen verdammt hohen Wiedererkennungswert,
obendrei wurden die Stücke noch mit richtig starken Soli aufgewertet, aber das
solltet ihr am besten selber einmal hören. Die Texte sind allesamt in deutsch
gehalten und werden mit Geschrei und Gegrunze vorgetragen, erinnert mich
manchmal auch ein wenig an deren labelmates Ivenberg. Apropos Ivenberg, bei dem
Titel „Gedanke & Erinnerung“ konnte man Morsan für ein Gastspiel
gewinnen. Der Klang der Scheibe ist spitze und lässt die Songs ordentlich aus
den Boxen bollern.
Fans der oben genannten Wikingergruppen sollten mit „Aufbruch“ ihr
heimisches Sortiment aufwerten. Aber auch alle anderen sollten mal ein Ohr
riskieren.
Ascheregen / Schlachtenruf.de
Asenblut - Aufbruch (2009)
Stil: Pagan Metal
Label: Asatru Klangwerke | Punkte: 8/13 - Schwermetall.ch
Asenblut lautet das Thema unserer heutigen Sitzung. Die mir bisher nur selten
mal namentlich ins Ohr gehuschte deutsche Truppe legt Schwermetall nunmehr ihre
Scheibe "Aufbruch" vor. Ein recht aktivistischer Titel, der
Erwartungen beim Hörer formuliert. Leistungsstark? Interessanter
Unterrichtsstoff?
Hefte raus, mitgeschrieben! Asenblut können der relativ breitschichtigen Szene
heidnischer Metallklangschmiede noch ein wenig Kreativität abgewinnen. Es sei
soviel gesagt, dass es zwar nichts lehrbuchtaugliches ist, aber trotzdem nicht
ermüdend oder wiedergekaut. Die Symbiosepartner des Klangwesens auf
"Aufbruch" kommen vor allem aus Death und Black Metal. Oft geht es
unheimlich groovig daher. Zielstrebig wird ein Ziel angesteuert und melodisch
ausgezeichnet angefahren. Solos in unerwarteten Momenten verleihen dem Ganzen
noch einen zusätzlichen Attraktivitätskick. Keine Gitarrensaite kommt
ungescholten davon, jede kriegt ihre individuellen Schreddereinlagen ab, keine
Melodie wird gescheut.
Die vier Herren aus Niedersachsen setzen auf diese Individualität einen
deutlich hörbaren Akzent. Und da liegt das Problem. Man versucht sich zu stark
von Vorhandenem abzugrenzen. Ein prinzipiell lobenswertes Unterfangen, aber die
Gefahr dabei zu nerven ist gross. Asenblut tun dies nach einer gewissen Zeit vor
allem durch die Vocals. Die Lyrics an sich sind nichts Besonderes. Relativ öde,
teilweise gezwungen wirkende Reime. Das pagane an der Musik versucht man hier
durch einen übertriebenen Gebrauch an Vokabular aus der nordischen Mythologie
zu verdeutlichen. Langweilig.
Hörenswerte Stücke bietet "Aufbruch" natürlich trotzdem. Ich sehe
es ein wenig als einen ersten Schritt in die Musikwelt. Deutlich erkennbar die
Beeinflussung der Moderne, es finden sich viele Ähnlichkeiten mit Bands des
Genres, gelungenerweise ohne dass es dabei nach Kopie stinkt.
Potenzial! Keine Frage. Für die Band gilt: Weitermachen! Für den Hörer gilt:
Riskieren! Eine Chance geben und die Band unterstützen, schaden kann es nicht.
Tracklist:
01. Wolf
02. Gedanke & Erinnerung
03. Heldenbürde
04. Klingenschmiede
05. Herbststurm
06. Die Legende
07. Ein Monument
08. Kampfruf
09. Asenblut
10. Von des Verräters Untergang
Asenblut - Aufbruch
Die Herren bereiten bei ihrem Debüt mächtig Spaß durch ihre Thrash-,
Pagan-Metalstiefel und gelegentlich auch Black/Death-Attacken. Dazu der Gesang
der sich zwischen Screams und Growls bewegt. Tiefgründige Lyrics runden das
Ganze dann auch noch zu einer harmonisch-runden Sache ab.
Dazu kommen innerhalb der Songs noch die Tempovariationen, gelegentliche
Solieinlagen mit cleanen Gitarren. Als Lauschproben würde ich euch folgende
Songs empfehlen: 'Heldenbrüder', 'Herbststurm', 'Kampfruf' oder auch
'Asenblut'.
Heldenverehrung mit dem gewissen Etwas, nachdenklich und zum Denken anregend.
Pagan mit sehr viel Tiefgang, in allen Belangen. Musikalisch als auch
kompositorisch sehr anspruchsvoll, up-to-date und sehr bindend. Ebenso immer
wiederkehrend sind die treibenden Beats, peitschende Gitarren, geschickte
Tempoverschleppung so zum Beispiel bei 'Gedanke und Erinnerung'. Vergleiche zu
der Genregröße Amon Amarth sind durch aus berechtigt.
Mein Tipp: Ein sehr ambitioniertes Erstlingswerk, welches garantiert seine
Freunde finden wird. Wer Amon oder auch Black Messiah, Menhir und ähnliches mag
ist bei dieser Formation an der richtigen Adresse angelangt. Man darf schon
jetzt auf das zweite Album sehr gespannt sein. Super!
Car Sten / EvilRocksHard.net
Asenblut - Aufbruch
Aufbruch is the debut of Germans Asenblut, another in the endless saga of pagan
black metal bands to hail from Europe in recent years. Thankfully, Asenblut
largely avoid the cliched trappings of the genre by trampling the folk flag with
a crisp, blackened thrash style which centers far more on the metal; in fact,
the band reminds me a lot of a thrash counterpart to Sweden's Amon Amarth, with
the same penchant for solid songwriting and raging rhythms.
Not every track on Aufbruch delivers, but enough to recommend it to fans that
are tired with excessively pompous and frustrating pagan folk bands whose idea
is to scrap together a few phoned in metal riffs offset with boring, traditional
instruments playing tired standards. Tracks like "Wolf",
"Herbststurm", and "Die Legende" exist simply to beat your
chest and dream of the glorious lives of your Scandinavian ancestry (provided
you have one). The album simmers in a crisp production, but the bass is audible
and the vocals and guitars are very well balanced. Vocalist Tetzel has a decent
approach which alternates between the expected snarls and the death grunt style
of a Johan Hegg. When the band does branch out into acoustics, as in the opening
to "Ein Monument", the licks are tasteful and exhibit an almost
progressive flair. The digipack for Aufbruch also includes the band's Kampfruf
demo from last year. Probably worth a listen if you enjoy Amon Amarth or pagan
metal with an emphasis on the latter word.
Highlights: Herbstturm, Die Legende, Ein Monument
Verdict: Win [7/10] - From
the Dust Returned
Als ich das Debutalbum der Jungs aus Niedersachsen in die Hände bekam fiel mir
als erstes das wirklich imposante Artwork der Scheibe auf, das wie sich
herausstellte von niemand geringerem als Ingo Tauer von RIGER gezeichnet wurde.
Dafür schonmal ein großer Pluspunkt. Doch nun zur Musik, die sich schwer in
eine Schublade stecken lässt. Die Band selbst bezeichnet ihre Musik als
"German Blackened Thrash Metal". Mit dieser Bezeichnung liegen sie
auch glaub ich gar nicht so falsch, da wirklich jeder dieser Einflüsse ohne
Schwierigkeiten als eine Art Grundpfeiler der Musik ohne weiteres zu erkennen
ist. Die Texte spielen alle im Nordischen und Germanischen Sagenkreis und sind
im 20-seitigen Booklet der CD Nachzulesen. Der Sound der Platte ist mehr als nur
gelungen. Andre Hofmann, der die Platte zusammen mit der Band aufgenommen und
gemastert hat, hat hier wirklich gute Arbeit gleistest und eine Produktion
hingelegt, die sich nicht vor Genregrößen zu verstecken braucht.
Der Opener "Wolf" beginnt mit einem markerschütternden Schrei, der
durch durchaus flotte Blast Beats unterlegt wird. Ein guter Einstand und eine
klare Vorgabe der Marschrichtung. Hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt!
Energiegeladenes Songwriting, dass die oben genannten Stilrichtungen miteinander
vereint und kreative Akzente zu setzen vermag. Black Metal lastige Knüppelparts
werden durchbrochen von sehr Thrash lastigen Soli und dazu eine gehörige Prise
Melodie sind die Bestandteile, die für eine sehr interessante Mischung sorgen.
Der zweite Song, "Gedanke und Erinnerung" ist musikalisch in ähnlichen
Gefilden anzusiedeln, wobei er mir leider nicht ganz so gut gefällt, wie sein
Vorgänger. Allerdings ist hier der Gesang besonders hervorzuheben, der neben
dem vorherrschenden Black Metal gekeife auch gezielt eher Death Metal artige
Growls einsetzt und dem ganzen deshalb nochmals eine etwas andere Note verleiht.
Die nächsten beiden Songs zeigen Anklänge an AMON AMARTH, sowohl von den recht
eingängigen Riffs, als auch teilweise von den immer wieder eingesetzten tiefen
Growls, die sich sehr gut ins Klangbild einfügen. Die Blast Beat Freunde kommen
jedoch auch auf ihre Kosten. "Herbststurm" hingegen bringt wieder neue
Elemente, die die Platte auflockern. Hier zeigen die vier Jungs, dass sie auch
sehr gute melancholische Parts schreiben können und diese auch in ihrer Musik
zu verarbeiten wissen. Hierbei darf auch ein wenig auf den meiner Meinung nach
recht gelungenen Text hingewiesen werden. Ein weiteres Highlight der Platte ist
für mich "Ein Monument", dass sich durch wohlkomponierte Melodien und
viele Thrash angehauchte Parts auszeichnet. Danach findet sich auf der Platte
einer der Songs, die auch in etwas anderer Form auf dem Demo der Band zu
hören war. Der "Kampfruf" wurde für den ersten Longplayer neu
aufgenommen und kommt in entsprechendem Soundgewand gut rüber. Der nach der
Band benannte Titel "Asenblut" regt auch zum mitsingen an und ist für
mich einer der stärksten Songs des Albums. Den Abschluss macht dann "Des
Verräters Untergang". Dieses zeigt dann auch nochmals diverse Anklänge an
Amon Amarth.
Alles in allem kann ich für den "Aufbruch" der noch recht jungen Band
ASENBLUT eine absolute Kaufempfehlung aussprechen. Fans des melodischen Black
Metals und des Viking Metals kommen besonders auf ihre Kosten.
1. Wolf *****
2. Gedanke und Erinnerung ***
3. Heldenbürde ****
4. Klingenschmiede ****
5. Herbststurm ***
6. Die Legende ****
7. Ein Monument ****
8. Kampfruf ***
9. Asenblut *****
10. Des Verräters Untergang ****
Punkte: 8/10
Flo / Visions
Underground
Label: Asatru Klangwerke
Anspieltips: *****
Asenblut -
Aufbruch
Schattenspiegel / Wertung: 10/10
Punkte
Inhalt
Die Demo "Kampfruf" mit nur drei Songs wurde schnell zur Rarität und
ging weg wie Gold. Nun folgt das Album "Aufbruch". Die CD bietet zehn
Lieder, welche mit tiefen Growls, eisigen Riffen und viel hasserfylltem
Gesang erklingen. Asenblut spielen laut eigener Aussage "german blackened
Thrash Metal", was schon für eine recht harte Musik spricht.
Das Cover von "Aufbruch" wurde von keinem Geringeren als Ingo Tauer (Riger)
gezeichnet, welcher für viele gute CD-Cover bekannt ist.
Kaum ist die CD eingelegt, schon dröhnt ein hasserfyllter Schrei von
Tetzel aus den Boxen. "Wolf", von der Demo-CD bekannt, ist hier der
Opener und wird uns in einem neuen Gewand präsentiert, wie auch die anderen
zwei Songs der Demo-CD. Alle Songs sind hochwertig eingespielt und weisen
deutlich verbesserte Klangelemente und Riffverfeinerungen auf.
Nach "Wolf" folgt "Gedanke & Erinnerung", welche die
Namen von Odins Raben sind (Hugin und Mugin). Dieses Lied überzeugt durch einen
abwechslungsreichen Gesangspart in zwei verschiedenen Stimmlagen.
"Heldenbürde" könnte man mit einem Stück von Amon Amarth
assoziieren, da es im selben klanglichen Stil geschrieben ist. Aber dennoch
dringt das Individuelle von Asenbluts Musik durch, das dieses Stück zu keiner
08/15-Kopie macht.
Schnellen Puls und harte Schläge finden wir in der "Klingenschmiede",
diese hat auch einen etwas groovigen Riff. Passend zur Jahreszeit fegt der
"Herbststurm" durch unsere Boxen, ein nachdenkliches Lied, wenn man
etwas genauer auf den Text achtet.
Ähnlich wie "Heldenbürde" donnert der Song "Die Legende".
Noch abwechslungsreicher als die vorhergehenden Nummern ist dagegen "Ein
Monument", in dem Tetzels anfangs geflüsterter Botschaft schnell Nachdruck
verliehen wird.
Danach erschallt der "Kampfruf" (wie schon auf der Demo zu finden) in
einem neuen Gewand. Musiktechnisch einwandfrei neu eingespielt, man sollte aber
auch einen Vergleich mit der Demoversion wagen!
Der nachfolgende Song, über "Das was uns verbindet, was wir sind und was
ihr habt", "Asenblut", ist ein Ohrwurm. Er regt schnell zum Mitgrölen
an und bietet Amon-Amarth-mäßig Soli, die schnell ins Ohr gehen und sich dort
festsetzen.
Der Abschlusstrack "Des Verräters
Untergang" ist ein sehr episches Stück mit sauberen Soli. Liebhaber von
Songs wie "Choose the Weapon" von Trimonium oder "Under the
Northern Star" von Amon Amarth werden "Des Verräters Untergang"
lieben!
Für alle, die ein auf 1000 Stück limitiertes Digipack haben wollen, gibt es im
Anschluss noch die drei Demosongs von "Kampfruf". Hier kann man einen
guten Vergleich mit den neuen Liedern ziehen, und vielleicht gefällt dem einen
oder anderen ja ein Demosong besser…?
Eigene Meinung
"Kampfruf" war nur der Anfang. Nach dem Ruf kommt der
"Aufbruch" in eine Zeit, in der wir von Asenblut noch vieles zu
erwarten haben. Asenblut bietet uns eine rasante Mischung aus Schnelligkeit und
Härte! Dazu kommt noch ein gewisser Ohrwurm-Faktor. "Aufbruch" kann
zu den Alben des Jahres 2009 gezählt werden.
Fazit
Asenblut ist eine Band die man im gleichen Atemzug mit Szenegrößen wie Riger,
Minas Morgul oder Ivenberg nennen muss. Sogar einen Vergleich mit den
Viking-Metal-Größen Amon Amarth sollte man nicht scheuen!
Anspieltipps
Gedanke & Erinnerung, Klingenschmiede, Ein Monument, Kampfruf
Tracklist
01. Wolf (4:06)
02. Gedanke & Erinnerung (3:42)
03. Heldenbürde (4:07)
04. Klingenschmiede (3:17)
05. Herbststurm (3:43)
06. Die Legende (5:19)
07. Ein Monument (4:28)
08. Kampfruf (4:31)
09. Asenblut (4:11)
10. Des Verräters Untergang (5:02)
Bonussongs auf dem Digipack
11. Kampfruf (Demo 2008) (4:19)
12. Klingenschmiede (Demo 2008) (3:15)
13. Wolf (Demo 2008) (4:09)
Band
Rhythmus-Gitarre, Vocals: Tetzel von Asenblut
Lead-Gitarre: Dirk "Claus Cleinkrieg"
Drums: Balrogh
Bass: Phil the Heavy Low End
Homepage:
www.asenblut.com
Label: Asatru Klangwerke
Genre: Pagan/Black/Thrash Metal
Schattenspiegel - 10/10 Punkte
Asenblut – Aufbruch
Ungefähr anderthalb Jahre ist es nun her, dass die
Extreme-Metaller von Asenblut ihr erstes Werk präsentierten. Erstmalig
verteilte Tetzel von Asenblut beim Ragnarök Festival 2008 ihr Demo Tape namens
“Kampfruf” gegen eine kleine Gebühr. Schneller als gedacht waren dort auch
alle Demos vergriffen und dies zeigte, dass sich die vier Göttinger auf dem
richtigen Weg befunden haben. Spätestens nach den guten Besucherzahlen der
Konzerte, die man später gab, war klar: ein Album muss her! Vor mir liegt nun
das Endprodukt der Bemühungen, das hasserfüllteste Album der Welt zu schaffen.
Kann es die Erwartungen erfüllen? Lest selbst..
Die Scheibe bietet insgesamt 10 Lieder – die DigiPack Version 13, hier sind
die 3 Lieder der Demo noch einmal remastered zu finden - jedes mit eigenem
Charme aber alle vom Hass geprägt. Präsentiert wird eine Mischung aus allen
extremen Spielarten des Metal unter dem Banner des german blackened Thrash Metal
vereint. Zu erwarten sind demzufolge schnelle, kälteversprühende Riffs, tiefe
Growls und Blast Attacken aber auch pure Melodie, diverse Soli oder aber hohe
Screams. Textlich bewegen sich Asenblut in der nordischen/germanischen
Mythologie. Das Cover wurde im Übrigen vom Riger Frontmann Ingo Tauer gemalt!
Aber genug des Vorgeplänkels, werfen wir ein Auge auf das Album.
Kaum hat man das Album eingelegt, so dröhnt schon der erste Schrei aus den
Boxen. Der Opener “Wolf“, bereits von der Demo bekannt, präsentiert sich
hier im neuen Gewand. Sofort hört man einen deutlichen Fortschritt in der
Produktion, verglichen mit der Demo. Alle Instrumente sind klar voneinander
abgetrennt und auch im Verlaufe des Albums wurde darauf gut acht gegeben. Im
Zuge der Klangverbesserung wird der Druck auch deutlich spürbarer und so
ergiessen sich im ersten Song des Albums schon Blast Beats gepaart mit schnellen
Riffs und natürlich Tetzels Gesangsausbrüchen, aber auch auf die etwas
ruhigeren Passagen mit viel Melodie wurde hier nicht verzichtet. Die Einzige
kleine Auffälligkeit des Albums ist hier leider bei ~3:38 zu vernehmen in Form
eines kleinen Anschlagfehlers.
Wie schon in der Einleitung erwähnt sind vielseitige Stücke zu erwarten und
demzufolge auch ein Album, was auf voller Länge überzeugen kann. Die
Erwartungen werden definitiv nicht enttäuscht, denn schon in den ersten 3
Liedern wird aufgezeigt wie facettenreich man sein Werk gestaltet hat. Ist
“Wolf” noch etwas zurückhaltender, so geht es mit “Gedanke und
Erinnerung” schon kräftiger nach vorn, doch auch hier wurde auf melodiöse
Passagen und Soli geachtet. Dachte man die Spitze wäre so schon erreicht, so überrascht
einen die folgende “Heldenbürde” erneut, denn hier wird mit ihren Mitteln
ein kleiner Epos geschaffen, welcher über die Lasten des Heldentums zu
berichten versucht.
Eine gute Mischung an Härte und Schnelligkeit wird auf Asenbluts ersten
Longplayer geboten, denn kaum wähnt man sich in Erinnerungen so hört man den
schnellen Puls und kräftigen Schlag der “Klingenschmiede“, welche dennoch
mit groovigen Riffs aufzuwarten weiss. Doch nicht nur bei den Gitarren wurde auf
abwechslungsreiches Spiel geachtet, auch Bass und Schlagzeug wissen die volle
Bandbreite ihres Instrumentes vorzuführen. Besonders “Ein Monument” weiß
sich in ein gutes Licht zu rücken. So werde hier neben Blasts und Doublebass
auch ruhigere, wohldosierte Rhythmen präsentiert und auch Frontmann Tetzel
steckt streckenweise zurück und flüstert seine Botschaften in euren Gehörgang
bevor er seiner Stimme wieder Druck verleiht.
Fazit:
Alle Achtung! Wenn ihr den extremen Spielarten des Metals nicht abgeneigt seid,
dann bietet dieses Debüt alles, was euer Herz begehrt. Die Kompisition der Stücke
könnte nicht vielfältiger sein, ist man doch so unerbittlich zu seinen
Instrumenten, dass man ihnen wirklich alles abverlangt. “Aufbruch” ist nicht
nur der sinngemäße Nachfolger des Kampfrufes, sondern auch musikalisch sind
sie sich treu geblieben. Alle glücklichen Besitzer der Demo können direkt
zugreifen, allen anderen sei ans Herz gelegt mindestens ein Ohr zu riskieren.
schwarze-news.de
- 8,5/10 Punkte
[Quelle: Asatru-Klangwerke.com]